Die Historie des MGV 1926 Müschenbach

03.10.1920

Eine wieder gefundene Chronik aus den Gründerjahren des MGV enthält auf der Innenseite des Deckels den handschriftlichen Eintrag "Gründungstag 3. Oktober 1920. Die anschließenden ersten Seiten in der Kladde sind herausgeschnitten. Man kann vermuten, dass dieses Datum die Gründung des Rauchklubs "Blaue Wolke" beinhaltet, zumal dieser in den nächsten Jahren bis 1926 aktiv war. Man trifft sich in diesem Klub zum Rauchen, führt aber auch Theaterstücke auf und singt bei den Treffen in der Wirtschaft.

Buß- und Bettag 1926

Dieser Klub wird also die Wiege des Männergesangsvereins gewesen sein, denn viele Mitglieder dieses Klubs sind zugleich Gründungsmitglieder des Männergesangvereins, der 1926 ins Leben gerufen wird. 20 sangeswillige junge Männer suchen sich in dem Müschenbacher Lehrer Bennecke den ersten Dirigenten und wählen mit Hermann Rothfuß den 1. Vorsitzenden des Vereins.

1927

Der Verein wächst schnell an und zählt 1927 bereits 45 Mitglieder, wobei in dieser Zahl wohl Aktive und Passive enthalten sind.

1928

Um den Verein nach außen repräsentieren zu können und wie es sich damals auch "gehört", wird eine Fahne für den Verein angeschafft und ein Fest zur Fahnenweihe gefeiert. 18 Vereine zollen dem jungen Verein ihre Anerkennung und unterstützen ihn durch ihre Teilnahme am Ehrensingen.

1934-1939

Es wird das erste Sängerfest veranstaltet. Dieses gibt dem Verein weiteren Auftrieb, so dass man es nunmehr wagt an zahlreichen Wettstreiten teilzunehmen. Die Zahl der Aktiven liegt bis zum Jahre 1939 bei durchschnittlich 25 Sängern.

1939-1945

Der Zweite Weltkrieg macht dem Singen ein jähes Ende, viele Sänger ziehen ins Feld, acht kehren nicht mehr in die Heimat zurück.

1946

Josef Schneider ist es, der den Geist der Sänger wieder aufnimmt und 1946 als Vorsitzender den Verein wieder mit Leben versieht. 49 Mitglieder tragen sich ins Vereinsbuch ein. Wenn auch Auflagen durch die französische Besatzung mit Kontrolle des Liedgutes, und Anträgen für die Versammlungen gemacht werden, so lassen sich die Sänger nicht abhalten, den Verein wieder aufblühen zu lassen. Es kommt die Zeit, in der der Verein auch mit der Aufführung von Theaterstücken, den Alltag der Mitbürger, der immer noch von den schweren Nachwehen des unseligen Krieges geprägt ist, ein wenig aufzuheitern versucht.

1948

Clemens Dörner übernimmt den Vorsitz und wird selbst in puncto Geselligkeit in den nächsten Jahren ein Vorreiter im Verein.

1951

Feier des 25jährigen Bestehens. Es wird ein Sängerfest veranstaltet und zur Freude der Bevölkerung ein Festzug durch Müschenbach geleitet.

1953

Vor allem Jugendliche treten in Scharen in den Verein ein. Diese Gesichter prägen teilweise bis heute das Bild des Chores.

1953-1966

Bis zum nächsten Jubiläum und Sängerfest mit einem prächtigen Festzug im Jahre 1966 nimmt der Verein an zahlreichen Sängerfesten und Wertungssingen teil. Die Tradition des Theaterspielens hat auch weiterhin Bestand. Der Verein präsentiert sich im Jahre 1966 in bester Verfassung: 35 Aktive stehen in den Reihen unter der chorischen Leitung von Hans Werner Großmann. Clemens Dörner gibt den Vorsitz an Alois Radermacher ab und schon drei Jahre später übernimmt Bernhard Dörner, der Neffe von Clemens Dörner, den Vorsitz.